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Leben mit Alzheimer - Diagnose "Alzheimer" - und dann?
Wenn die Diagnose "Alzheimer" gestellt wird, gibt es viele
Fragen. Diese kann z.T. der Arzt / die Ärztin beantworten; andere
Fragen werden hilfreicher von anderen Betroffenen beantwortet. Mit
manchen Fragen sind sie jedoch allein.
Wichtig ist, dass Betroffene und Angehörige wissen, dass
auf beide ungewohnte Gefühle zukommen werden. Die Situation
"Alzheimer" ist so neu und bedrohlich, dass extreme
(vorübergehende) Reaktionen normal sind. Dies trifft nicht nur auf
die Zeit nach der Diagnose zu, sondern auf den Verlauf der ganzen
Krankheit.
Mögliche negative Gefühle und Reaktionen sind z.B:
- Abwehr / Nichtwahrhaben wollen
- Wut auf das Schicksal und andere Personen
- Ärger über Kleinigkeiten,
Aggressivität
- Schuldgefühle (Was mute ich meinen
Nächsten zu? Kümmere ich mich genug um den Kranken?)
- Niedergeschlagenheit und Trauer über
alles, was nicht mehr möglich ist
- Frustrationen, Enttäuschungen, wenn etwas
nicht gelingt
- in der ersten Phase Verlassenheitsgefühl
Um damit umgehen zu können, ist viel Verständnis und
auch professionelle Hilfe nötig. Auch Pro
Senectute, Sozialarbeiter der Gemeinde, Hausärzte und Spitex
können helfen. Adressen von Selbsthilfegruppen finden Sie
über die Schweizerische Alzheimer-Vereinigung.
Heikle Fragen, die man besprechen sollte:
- Ab wann käme der Übertritt in ein
Heim in Frage? Welche Bedingungen sollen dabei erfüllt sein?
- Soll eine Patientenverfügung erstellt
werden mit Vorstellungen über die spätere Behandlung, wenn
man nicht mehr selbst entscheiden kann (künstliche Ernährung,
lebensverlängernde Massnahmen, etc.)
- Ist die erbrechtliche Situation geregelt (vor
allem für die Ehepartner)?
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