Krankheit - Biologische Hintergründe
Viele unserer Fähigkeiten werden vom Gehirn gesteuert.
Bei bestimmten Fähigkeiten, z.B. Sprachen zu lernen, sich an Musik
erinnern zu können, sind bestimmte Bereiche des Gehirns aktiver
als andere.
Immer müssen mehrere Nervenzellen (Neuronen)
zusammenspielen. Für die Kommunikation dieser Nervenzellen
untereinander sind vor allem sogenannte Botenstoffe (Neurotransmitter)
zuständig.
Bei Alzheimer-Patienten findet man u.a. Störungen an den
Nervenzellen in vielen Bereichen des Gehirns, die für das
Gedächtnis und Lernvorgänge zuständig sind. Aus noch
nicht ganz geklärten Gründen kommt es zu Ablagerungen in und
an den Nervenzellen (Fibrillen und Plaques). Dieser Belag besteht aus
einem Eiweiss namens Beta-Amyloid und führt zu einer
Funktionseinschränkung und schliesslich zum Absterben der
Nervenzellen. Als Folge dieser Ablagerungen und dem Absterben der
Nervenzellen sind bei Alzheimer-Patienten die Produktion und der Abbau der
Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat aus dem Gleichgewicht geraten.
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Fibrillen |
Plaque |
Während die Nervenzellen Informationen elektrisch
weitergeben, funktioniert die Übertragung der Information von
einem auf ein anderes Neuron über chemische Botenstoffe im
synaptischen Spalt (einem kleinen Abstand zwischen den Nervenzellen).
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Synaptischer Spalt
- Vesikel mit Neurotransmittern im präsynaptischen
Neuron
- elektrisches Signal kommt an
- Vesikel entlässt Neurotransmitter in den
synaptischen Spalt
- Neurotransmitter werden in den synaptischen Spalt
entlassen
- Neurotransmitter binden sich an einen Rezeptor und
aktivieren diesen
- Das chemische Signal wird in ein elektrisches Signal
im postsynaptischen Neuron umgewandelt
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Gelangt ein elektrischer Impuls in den Vorhof des synaptischen
Spalts, werden verschiedene Botenstoffe freigesetzt. Je mehr von diesen
im Spalt vorhanden sind, desto besser gelingt die Übertragung. Am
anderen Ende (beim nächsten Neuron) werden diese Botenstoffe von
Rezeptoren in Empfang genommen und schliesslich wieder in ein
elektrisches Signal umgewandelt. Wie ein Schlüssel in ein
Schlüsselloch passt jeder Botenstoff nur in einen speziellen
Rezeptor.
Zusammengefasst: bei Alzheimer-Patienten sterben immer mehr
Nervenzellen sowie deren Verbindungen untereinander ab.
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Übrigens: Jede Nervenzelle im Gehirn hat
durchschnittlich 1000 synaptische Verbindungen mit anderen
Nervenzellen. Und ein Gehirn besteht aus etwa einhundert Billionen (und
mehr) solcher Verbindungen. (www.luinst.org) |
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