www.alzheimer-net.ch   Bild
  Bifurcation vers la version francophone


Aktuell
Krankheit
Kennzeichen, Definition
Verlauf, Schweregrade
Wer erkrankt?
Mögliche Ursachen
Ähnliche Krankheiten
Biologische Hintergründe
Biologische Hintergründe
Erkennung
Behandlung
Leben mit Alzheimer
Weitere Infos



Krankheit - Biologische Hintergründe

Viele unserer Fähigkeiten werden vom Gehirn gesteuert. Bei bestimmten Fähigkeiten, z.B. Sprachen zu lernen, sich an Musik erinnern zu können, sind bestimmte Bereiche des Gehirns aktiver als andere.

Bild Gehirn

Immer müssen mehrere Nervenzellen (Neuronen) zusammenspielen. Für die Kommunikation dieser Nervenzellen untereinander sind vor allem sogenannte Botenstoffe (Neurotransmitter) zuständig.

Bild Neuron

Bei Alzheimer-Patienten findet man u.a. Störungen an den Nervenzellen in vielen Bereichen des Gehirns, die für das Gedächtnis und Lernvorgänge zuständig sind. Aus noch nicht ganz geklärten Gründen kommt es zu Ablagerungen in und an den Nervenzellen (Fibrillen und Plaques). Dieser Belag besteht aus einem Eiweiss namens Beta-Amyloid und führt zu einer Funktionseinschränkung und schliesslich zum Absterben der Nervenzellen. Als Folge dieser Ablagerungen und dem Absterben der Nervenzellen sind bei Alzheimer-Patienten die Produktion und der Abbau der Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat aus dem Gleichgewicht geraten.

Bild Fibrillen Bild Plaque

Fibrillen

Plaque

Während die Nervenzellen Informationen elektrisch weitergeben, funktioniert die Übertragung der Information von einem auf ein anderes Neuron über chemische Botenstoffe im synaptischen Spalt (einem kleinen Abstand zwischen den Nervenzellen).

Bild synaptischer Spalt

Synaptischer Spalt

  1. Vesikel mit Neurotransmittern im präsynaptischen Neuron
  2. elektrisches Signal kommt an
  3. Vesikel entlässt Neurotransmitter in den synaptischen Spalt
  4. Neurotransmitter werden in den synaptischen Spalt entlassen
  5. Neurotransmitter binden sich an einen Rezeptor und aktivieren diesen
  6. Das chemische Signal wird in ein elektrisches Signal im postsynaptischen Neuron umgewandelt

Gelangt ein elektrischer Impuls in den Vorhof des synaptischen Spalts, werden verschiedene Botenstoffe freigesetzt. Je mehr von diesen im Spalt vorhanden sind, desto besser gelingt die Übertragung. Am anderen Ende (beim nächsten Neuron) werden diese Botenstoffe von Rezeptoren in Empfang genommen und schliesslich wieder in ein elektrisches Signal umgewandelt. Wie ein Schlüssel in ein Schlüsselloch passt jeder Botenstoff nur in einen speziellen Rezeptor.

Zusammengefasst: bei Alzheimer-Patienten sterben immer mehr Nervenzellen sowie deren Verbindungen untereinander ab.


Übrigens: Jede Nervenzelle im Gehirn hat durchschnittlich 1000 synaptische Verbindungen mit anderen Nervenzellen. Und ein Gehirn besteht aus etwa einhundert Billionen (und mehr) solcher Verbindungen. (www.luinst.org)

 

   
 
15.08.06
Seitenanfang Nutzungsbestimmungen Datenschutzbestimmungen
Lundbeck (Schweiz) AG • Cherstrasse 4 • CH-8152 Glattbrugg • Tel +41 (0)44 874 34 34 • Fax +41 (0)44 874 34 44