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CD Demenz Konkret



Weitere Informationen - Lexikon

A

Acetylcholin

Botenstoff (Neurotransmitter), der daran beteiligt ist, den elektrischen Impuls von einer Nervenzelle über den synaptischen Spalt hinweg auf eine andere zu übertragen.

Acetylcholin-esterasehemmer

Medikament, welches das Enzym Acetylcholinesterase daran hindert, den Botenstoff Acetylcholin abzubauen. So entsteht eine höhere Konzentration dieses Botenstoffs, der für eine bessere Kommunikation der Nervenzellen wichtig ist.

Agnosie

Verlust der Fähigkeit, Dinge und deren Funktion zu erkennen; die Folge ist, dass Gegenstände verwechselt und falsch benutzt werden

Antidepressiva

stimmungsaufhellende Medikamente

Anxiolytika

angstlösende Medikamente

Aphasie

Schwierigkeit, gesprochene oder geschriebene Worte zu verstehen. Man erkennt dies daran, dass statt dem richtigen Wort eines mit ähnlicher Bedeutung, ein ähnlich klingendes Wort oder aber ein ganz anderes benutzt wird.

Apraxie

Unfähigkeit, Alltagsverrichtungen auszuführen, obwohl man körperlich dazu in der Lage wäre (z.B. Wasserhahn zudrehen, Schuhe anziehen).

B

Beta-Amyloid

Beta-Amyloid ist Hauptbestandteil der senilen Plaques bei Alzheimer-Krankheit.

C

CT

Computertomographie, eines der bildgebenden Verfahren, um mehr über Funktionsstörungen im Gehirn zu erfahren (mit Röntgenstrahlen)

D

Demenz

Verlust von Gedächtnis und intellektuellen Fähigkeiten, d.h. abstraktes und logisches Denken sowie das Urteilsvermögen nehmen immer mehr ab. Begleitend triff oft eine Persönlichkeitsveränderung auf. Demenz kann durch verschiedene Krankheiten ausgelöst werden.

DSM-IV

Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) ist ein weltweit benutztes Kompendium psychiatrischer Diagnosen. Es wird seit 1952 regelmässig revidiert und dem aktuellen Standard der Forschung angepasst. Die englischsprachige Originalversion wird von der American Psychiatric Association (APA) herausgegeben. Seit 1994 liegt die DSM in der vierten Version vor (DSM-IV). Es ist das Ziel des Manuals, möglichst theoriefreie, am Verhalten der betroffenen Person ablesbare, operational definierte Kriterien vorzugeben, um die Reliabilität psychiatrischer Diagnosen innerhalb von Forschung, Praxis und Klinik zu erhöhen. Die Sprache im Original ist streng formalistisch, sehr präzise und wird konsistent verwendet.

E

Exzitotoxizität

Überstimulierung, z.B. bei den Glutamat-Rezeptoren im synaptischen Spalt führt zum Absterben von Nervenzellen

G

Geriatrie

Zweig der Medizin, der sich mit der Gesundheit im Alter und den klinischen, präventiven, rehabilitativen und sozialen Aspekten von Krankheiten beim älteren Menschen beschäftigt

Gerontologie

Alle Disziplinen, die sich in Forschung und Praxis mit den körperlichen, psychischen und sozialen Vorgängen im Laufe des Alterns befassen.

H

Hirnatrophie

Rückgang der Hirnmasse

M

MRT

Magnetresonanztomographie, eines der bildgebenden Verfahren, um auf einer Bildaufnahme mehr über Funktionsstörungen im Gehirn zu erfahren

N

Neurofibrillen

Abnorme, faserartige Eiweiss-Ablagerungen innerhalb der Nervenzelle; führt zu einer Verschlechterung der Kommunikation zwischen den Nervenzellen und schliesslich zum Tod der Nervenzelle

Neuronen

Nervenzellen

Neurotransmitter

chemische Botenstoffe, die den elektrischen Impuls von einer Nervenzelle über den synaptischen Spalt hinweg zu einer anderen Nervenzelle weiterleiten, wo er wiederum in ein elektrisches Signal umgewandelt wird

NMDA-Rezeptor-Antagonist

Unter einem NMDA-Rezeptor-Antagonisten wird eine Substanz verstanden, die speziell die Bindungsstellen (Rezeptoren) einer Nervenzelle besetzt, an die sich normalerweise der Botenstoff (Neurotransmitter) Glutamat anlagert. Bei einer Alzheimer-Demenz kommt es unter anderem auf Grund zu hoher Konzentrationen an Glutamat zu einer krankhaften Dauerreizung der Zellen. Es wird davon ausgegangen, dass durch diese Dauerreizung wichtige Signale, wie zum Beispiel Lern- oder Gedächtnissignale, überdeckt werden. Der NMDA-Rezeptor-Antagonist wirkt dieser Störung in der Signalübertragung entgegen.

P

Plaque in Gehirnzellen

Eiweissablagerungen aussen an der Nervenzelle; führt zu einer Verschlechterung der Kommunikation zwischen den Nervenzellen und schliesslich zum Tod der Nervenzelle

progredient

fortschreitend

Prosopagnosie

Agnosie für Gesichter: man erkennt eine Person nicht, weil man dem, was man sieht, keine Bedeutung zuordnen kann (betrifft eine andere Hirnregion als das Gedächtnis)

S

synaptischer Spalt

Zwischenraum zwischen zwei Nervenzellen; in diesem werden viele Gehirnvorgänge gesteuert, indem Botenstoffe ein elektrisches Signal an die nächste Nervenzelle auf chemischem Wege weitergeben

V

vaskuläre Demenz

Demenz, die nach einem oder mehreren Hirnschlägen durch mangelhafte Blutversorgung der Nervenzellen verursacht wird

 

   
 
15.08.06
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